Alfred-Adler-Studienausgabe
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Zur Studienausgabe der

Schriften Alfred Adlers

Der dritte Band der Studienausgabe enthält 57 Auf-  sätze Adlers, in denen über die Jahre 1913–1937 die  Ausarbeitung seiner psychotherapeutischen Theorie  verfolgt werden kann. Immer mehr beschäftigt ihn  der Gesamtzusammenhang, das Leben des  Einzelnen innerhalb der menschlichen Gemein-  schaft, der Natur und des Kosmos. Die Kompensation ist ein Aspekt von Adlers Begriff  der doppelten Dynamik, den er 1929 geprägt hat.  Das Gemeinschaftsgefühl ist der zweite Aspekt der  doppelten Dynamik. Es war eine überraschende Entdeckung bei der  Vorbereitung des dritten Bandes der Studienausgabe, dass die Jahre von 1926 bis 1933 für Adlers Theorie-Entwicklung eine so  bedeutsame und fruchtbare Zeit waren. In diesen Jahren wendet sich Adler nicht nur der von seinen Patienten erlebten  Entmutigung zu, sondern beschäftigt sich auch intensiv mit den Phänomenen Bewegung und emotionale Erfahrung. Auf der  Grundlage dieser Vorarbeiten gelingt Adler eine theoretische Weiterentwicklung: Das Gemeinschaftsgefühl gründet nicht nur auf  der emotionalen Erfahrung, sondern auch und vor allem auf der originären Verbundenheit der Menschen.  Nach Adler liegt in der Erkenntnis der Wurzeln des Gemeinschaftsgefühls "der ganze Wert und die ganze Bedeutung der  Individualpsychologie". "Diese Erkenntnis ist nicht unmittelbar erfassbar, sie kann nicht gefunden werden durch eine Analyse der  sichtbaren Erscheinungen und Tatsachen" (1933i, S. 551). Manche Erkenntnisse erschließen sich nur in einer inneren  subjektiven Gewissheit und Stimmigkeit.
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