Trennung Adlers von Freud Adler war 1902 unter den ersten 4 Teilnehmern der Mittwochsgesellschaft und gehörte dort zu den aktivsten Diskutanten. 1906 entwickelte er mit seiner Theorie der Organminderwertigkeit und Kompensation einen eigenständigen Theorieansatz und trug ihn in diesem Kreis vor. Zu dieser Zeit verstand er seine Minderwertigkeits-Kompensations-Dynamik als Ergänzung zur Psychoanalyse.   Die Abkehr vom Triebbegriff um 1909/1910 war dann eine prinzipielle Wende. Nicht Triebe determinieren die Psyche, sondern Ziele und Meinungen. Die Interaktion von äußeren Einwirkungen und unbewusster psychischer Eigenaktivität sind entscheidend. Das Leben des Einzelnen wie der Masse stellt sich nach Adler als ein "Kompensationsprozess" dar, "der gefühlte oder vermeintliche 'Minderwertigkeiten' körperlich und seelisch zu überbrücken trachtet" (1937g/2009b).
Adler und Freud
Dr. Gisela Eife Home Praxis Buch Individualpsychologie Adler - Freud Alfred-Adler-Studienausgabe Meine Aufsätze Links u. Downloads weiter zurück Adler - Freud